Die Handhabung eines Gärkörbchens (egal ob aus Peddigrohr oder Holzschliff) ist einfach, dennoch kann Einiges falsch gemacht werden.
Daher möchten wir Ihnen eine erprobte Anleitung an die Hand geben und auch auf häufig auftretende Fehler eingehen.
Vor dem ersten Gebrauch: Gärkorb einmehlen
Bevor der Gärkorb zum Einsatz kommt, muss er vorbereitet werden. Mehl oder Stärke sind als Trennmittel zwingend notwendig. Fette und Öle haben hingegen im Gärkorb nichts zu suchen.
Vor der ersten Nutzung sollte das Gärkörbchen mit wirklich viel Mehl bestäubt werden. Bei der späteren Nutzung ist weniger Mehl notwendig, da immer ein paar Rückstände beim Ausklopfen übrig bleiben.
In der Praxis hat sich Roggenmehl bewährt. Das ist natürlich eine Geschmacksfrage, daher kann auch zu Dinkelmehl oder Weizenmehl gegriffen werden. Im Handwerk wird häufig Mehl und Stärke gemischt.
Am Ende kommt es darauf an, dass der Teigling gut eingemehlt ist und die Innenseite des Gärkorbs ebenso.
Den Gärkorb richtig nutzen
Die Nutzung des Gärkörbchens ist grundsätzlich sehr einfach. Natürlich sollte die richtige Teigmenge verwendet werden, damit das spätere Brot eine ansprechende Form erhält. (Lesen Sie hier weiter: Welcher Gärkorb für welche Teigmenge?)
Der häufigste Fehler im Umgang mit dem Gärkorb: Es wird kein Mehl verwendet.
Für ein gut geformtes Brot sind drei Schritte notwendig:
- Gärkorb und rund gewirkten Teigling einmehlen
- Teigling in den Gärkorb legen und ruhen lassen
- Gärkorb stürzen um den Teigling zu entnehmen (so behält er die Form)
Teig & Gärkorb brauchen Mehl
Bevor der Teigling zum Ruhen und Gehen in den Gärkorb gelegt werden kann, muss der Gärkorb gut eingemehlt werden. Im selben Arbeitsschritt kann auch der Teigling eingemehlt werden. Nun muss man den Teig nur noch mit einem frischen Geschirrtuch abdecken und ihm die benötigte Zeit geben. (Diese Zeitspanne wird häufig auch als Stückgare bezeichnet.)
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Wie bekomme ich den Teig aus dem Gärkorb?
Ganz wichtig: Der Gärkorb wird nicht zum Backen verwendet. Der Teig muss daher vor dem Backen aus der Form genommen werden. Das ist nicht schwierig, doch beim einfachen/langsamen Kippen kann der Teigling die gerade gewonnene Form und Struktur wieder verlieren. Wenn der Teig sehr weich ist, sind Probleme vorprogrammiert.
Besser ist es daher den Gärkorb mit etwas Schwung zu stürzen. Hierbei kann Backpapier auf den Teig gelegt werden. Mit etwas Übung und einem festeren Teig geht es auch ohne Hilfsmittel.
Häufige Fehler mit dem Gärkorb
Es kann passieren, dass der Teig an der Innenwand des Gärkörbchens haftet. Das meistens daran, dass zu wenig Mehl ins Gärkörbchen gestäubt wurde. Es kann auch vorkommen, dass die sogenannte Gare noch zu feucht war – dann haftet der Teig ebenfalls an der Korbwand. Mit dem Mehl sollte man nicht sparsam sein.
Abhilfe schafft hier die richtige Menge Mehl und die Nutzung eines Leinenbezuges, der bei vielen Gärkörbchen auch zum Lieferumfang gehört. Für große Gärkörbe muss er indes häufig separat gekauft werden.
Praktisch ist bei der Reinigung eine solide Reinigungsbürste (zB. Allzweckbürste von Fackelmann), besonders bei Körbchen aus Peddigrohr.
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Gibt es Alternativen zum Gärkorb?
Wer nur gelegentlich ein Brot oder Brötchen backen möchte, hält die Anschaffung eines Gärkörbchens mitunter für überflüssig. Das kommt natürlich auf den eigenen Anspruch an. Klar ist jedoch, dass man auch ohne ein Gärkörbchen schöne Backergebnisse erzielen kann. Alternativen zum Gärkorb sind zum Beispiel eine große Schüssel oder ein Nudelsieb. Beides sollte man mit einem Geschirrtuch (besser: Leinentuch) auslegen und mit ausreichend Mehl bestreuen.
Auf Dauer sind Gärkörbe jedoch praktischer und insgesamt einfacher zu handhaben. Zudem geben sie dem Brot eine gleichmäßige Form und ein schönes Muster.